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Diabetische Fußambulanz

© LKH Hörgas-Enzenbach
© LKH Hörgas-Enzenbach
Die Fußambulanz ist für die Untersuchung der unteren Extremitäten von Patienten mit Diabetes mellitus eingerichtet worden und dient einerseit der Vorbeugung, um die Erkrankungshäufigkeit des sogenannten Diabetischen Fußsyndromes (DFS) zu vermindern und anderenseits um bereits an DFS erkrankte Patienten optimal zu beraten und in einem fachübergreifendem Konzept zu betreuen

Das Diabetische Fuß-Syndrom (DFS)
ist die zusammenfassende Bezeichnung für einen an einem Geschwür oder an einer Gangrän erkrankten Fuß des Diabetikers. Bei schon bestehender diabetischer Neuropathie oder bei einer Durchblutungsstörung ist die Gefahr zur Entwicklung eines diabetischen Fußes besonders groß.
Dazu einige Zahlen aus Deutschland:
35 - 65 % der Diabetiker sind Risikopatienten für DFS
4,4 - 7,4 % beträgt die Prävalez des DFS (=Proportion der Bevölkerung, die zu einem gegebenen Zeitpunkt oder über eine definierten Zeitraum am DFS erkrankt ist.)
2,4 - 3,0 % beträgt die Inzidenz des DFS (=Neuauftreten einer Erkrankung pro 100.000 Personen / Jahr)
1,9 - 2,8 % betragen die Amputationen pro Jahr
d.h. jeder 10. Diabetes Patient mit einer Fußverletzung muß mit einer Amputation als
endgültige Therapie rechnen.

Das weitere Schicksal dieser Patienten ist erschreckend:
Zahlen aus der Niederlanden und England zeigen, daß 20 % der Patienten diese Operationen nicht überleben und noch während des Krankenhausaufenthaltes versterben.
Über 35 % der operierten Patienten sind nicht mehr in der Lage, ihren Alltag ohne fremde Hilfe zu meistern und müssen entweder zu Hause von Pflegediensten betreut oder sogar in Pflegeheime aufgenommen werden:
Wirtschaftlich sind die Operations- und postoperative Pflegekosten enorm hoch.

In unserer diabetischen Fußambulanz wird versucht alle Diabetiker in der Vorsorge des DFS zu schulen, aber es sollte auch frühzeitige die Diagnose eines DFS gestellt werden um gleichzeitig in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt die optimale Therapie den Patienten anzubieten, um die immer noch erschreckend hohe Zahl der Amputationen zu reduzieren.

Folgende Untersuchungsschritte sind notwendig:
1. Feststellung der Ursachen des DFS.
Ursachen :
PNP( periphere Neuropathie )
PAVK ( periphere arterielle Verschlußkrankheit),
DOAP (diabetische Osteoarthropathie)
CVI (chronisch venöse Insuffizienz).

2.Diagnostische Schritte:
* Anamnese
* Inspektion ( Haut, Nägel,...)
* Palpitation (Fußpulse )
* Semmes-Weinstein-Filament
* Rydell-Seiffersche Stimmgabel
* Reflexprüfung
* Tip-Therm
bei Verdacht auf PAVK :
* Doppler und
* FCDS (Farb-codierte Duplex-sonographie der Arterien )

Die Ursache des DFS wird festgestellt und bei Notwendigkeit werden weiteren diagnostischen Maßnahmen wie Schritt-Angiographie oder MR-Angiographie eingeleitet.




Ansprechperson
OA.Dr. A. Gharibeh
Telefon
03124/501 2507
Fax
03124/501 2509
E-Mail
abdullah.gharibeh@lkh-hoergas.at

Adresse
Hörgas 68

Öffnungszeiten
Mo - Fr 08.00 - 11.00 Uhr (und nach tel. Vereinbarung)


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 Letzte Änderung: 18.03.2013

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